In Pforzheim, auf unserer Weitwanderung von Basel nach Offenbach, lernte ich ein neues Wort: «Die Zerstörungskarte». Sie zeigt die Zerstörung des Luftangriffs auf Pforzheim am 23. Februar 1945. Der Schutt der Stadt wurde auf einen Berg zusammengetragen, der dadurch nun 40 Meter höher ist als zuvor. Der Berg «Wallberg» überragt Pforzheim weithin als sichtbares Mahnmal.
Die Zerstörungskarte ist hier zu sehen.
Einige Tage später, jetzt wieder zu Hause in Basel, las ich in einem Newsletter von «Futur 2» von einer «Karte des Gelingens.» Sie zeigt auf Orte, Menschen, Projekte, auf Erfahrungen des Gelingens. Man kann „Reisen gehen“ und einzelne Markierungen anklicken und wird über Projekte des Gelingens informiert. Das funktioniert leider nicht auf dem Handy – wohl aber am PC/MacBook.
Die Website von «Futur zwei» publiziert Geschichten des Gelingens. Ich lese die Flaschenpost – den News Letter von «Futur zwei» – regelmässig. Die Berichte nähren meinen Widerstand gegen alltägliche Daseinsvermiesungen (eine Wortschöpfung von Odo Marquard).
An zahlreichen Orten leisten Menschen beharrlich realen Widerstand mit konkreten Projekten. Ich will mich einigen dieser engagierten Menschen und ihren Unternehmungen zuwenden. Im Übermass der schlechten Nachrichten entscheide ich mich aktiv für gute Geschichten. Sie wirken in mir, sie ermutigen mich. Es gibt sie noch, die Orte, Menschen und Geschichten mit Zukunft.